
Inselbergschanze
Sie ist eine der größten Skisprungschanzen Mitteldeutschlands und jährlich Austragungsort des FIS Continental-Cups mit tausenden Zuschauern und grandioser Stimmung. Bereits am 14. Februar 1905 zeigten zwei Skilehrer aus Norwegen ihre ersten Sprünge hier am Seimberg. Später wurde an genau dieser Stelle eine große Skisprungschanze errichtet, die über die Jahrzehnte mehrfach vergrößert wurde. Sie war und ist regelmäßig Austragungsort nationaler und internationaler Wettkämpfe.
Namensgebend ist der gegenüberliegende Inselberg.

FIS Continental Cup
Der FIS Continental Cup Brotterode ist die größte und traditionsreichste Skisprungveranstaltung in Thüringen. Durch seine großartige Stimmung ist der COC Brotterode weltweit einzigartig. Jedes Jahr verfolgen bis zu 6.000 Zuschauer die Wettkämpfe der Olympiasieger und Weltmeister von morgen sowie einiger Weltklasseathleten. MEHR INFOS
Die Historie der Inselbergschanze
14. Februar 1905
dem Gründungstag des Wintersportvereins versammelten sich auf der Festwiese des Seimberg viele Sportbegeisterte und Schaulustige. Zwei Norweger hatten einen behelfsmäßigen Sprunghügel hergerichtet und zeigten die ersten Sprünge über 12 bis 18 Meter.
06. November 1919
haben der Rechnungsrat Fuchs und der Lehrer Brod den Bau einer neuen großen Sprunganlage auf dem Gelände der jetzigen Inselbergschanze mit einem Sportplatz in deren Auslauf beschlossen. Beendet wurde dieses Projekt in dem Zeitraum von 1920 bis 1924.
Aufgrund einer Stiftung von 20.000 Mark durch den damaligen Landrat Dr. Hagen zum Ausbau der Sprungschanze am Seimberg wurde 1922 die Sprungschanze ihm zu Ehren “Hagen-Schanze“ benannt.
1930
18. Februar 1931
1945
1954 bis 1955
1956
1968 bis 1969
1979
22. Januar 1984
06. März 1988
10. Dezember 1995
wurde die “Hagen-Schanze“ zur 60 Meter Schanze umgebaut.
fand in Brotterode ein Länder-Skispringen statt. Dieser internationale Sprunglauf wurde von dem einheimischen Sportler Gustav Krahmann eröffnet. Ihm folgten weitere 40 Springer. Sieger wurde der Nordländer Knut Kobberstad mit Weiten von 40, 45 und 46 Metern. Hervorragender Dritter wurde der Inselberg Gaumeister Rudolf Lesser aus Brotterode mit 37, 41 und 43 Metern. Dieses Springen verfolgten bis zu 15.000 Zuschauer.
Da dem Landrat Hagen als einziger Zweck seiner Fördermaßnahmen die Absicht unterstellt wurde, nur eine Jugendwehr, d.h. Rekruten, heranzubilden, wurde die Schanze in “Aufbau-Schanze“ umbenannt.
wurde die 60 Meter Schanze zur 80 Meter Schanze umgebaut.
fand die Weihe der neuprofilierten Schanze auf den Namen “Inselbergschanze“ statt.
Umbau zur 90 Meter Großschanze, Bau des ersten Stahlanlaufturmes ("alte Lady") und des heutigen Kampfrichterturmes
Umprofilierung sorgte dafür, dass Sprünge über 100 Meter keine Seltenheit mehr waren
Austragung der Olympiaausscheidungen, bei denen der spätere Olympiasieger und Silbermedaillengewinner Jens Weißflog sein enormes Können zeigte. Dieses Event verfolgten ca. 10.000 Zuschauer.
wurden in einer Doppelveranstaltung die DDR-Meisterschaften auf der Inselbergschanze in Brotterode durchgeführt.
Erster FIS Continental Cup auf der Inselbergschanze. Der Beginn einer neuen Ära.
2003 bis 2004
Umbau zur 105 Meter Schanze. Das Profil der Anlage musste der flacheren aber längeren Flugbahn der neuen V-Stil-Generation angepasst werden. Verringerung der Schanzentischneigung, die zur Änderung der Flugbahn führte sowie Profilierungsarbeiten an der Landezone. Der K-Punkt liegt nach Beendigung der Umbauarbeiten bei 105m, vorher waren es 98m. Diese Verlagerung ermöglicht den Springern Weiten über 120m.
2011
war die Frauen-Weltelite in Brotterode am Start. Zum ersten Mal überhaupt sind die Frauen auf der Inselbergschanze gesprungen. Seit 2018 findet der Continental-Cup der Damen regelmäßig auf der Inselbergschanze statt.
18. Februar 2024
Tina Erzar aus Slowenien macht den letzten Wettkampfsprung mit 111m und krönt sich zugleich zur letzten Siegerin auf der alten Inselbergschanze. Im ersten Durchgang hatte sie sogar die Weite des Damen-Schanzenrekordes von 118m erreicht. Den allerletzten Sprung von der „alten Lady“ macht Vorspringerlegende Marco Gohlke vom Tabarzer SV.
04. Juli 2025
um 20:45 Uhr fällt der Stahl-Anlaufturm aus dem Jahr 1969 im zweiten Versuch vor hunderten Schaulustigen. Damit macht die „alte Lady“ Platz für einen Ersatzneubau. Dieser ist notwendig geworden, um weiterhin internationale Standards erfüllen zu können.
XX. XXXX 2026
Fertigstellung des neuen Stahl-Anlaufturmes. Breitere Startstufen und Zugang der Sportler von hinten möglich

Schanzendaten der Inselbergschanze


Schanzenführungen
Wirf einen Blick hinter die Kulissen unserer beeindruckenden Anlage und bekomme bei einer geführten Tour die gesamte Schanze erklärt. Inklusive Besichtigung des Kampfrichterturms mit unserem Skisprungmuseum und des Anlaufturms.
Von Mai bis Oktober immer mittwochs 10.00 Uhr. Gruppenführungen auch an den Wochenenden möglich.
Abriss und Neubau 2025 - 2026
Über 55 Jahre lang prägte der alte Stahlanlaufturm der Inselbergschanze das Stadtbild von Brotterode. Im Jahr 1969 erbaut, entsprach er schon viele Jahre nicht mehr den Anforderungen des internationalen Skiverbandes an eine moderne Skisprungschanze. Seit 2015 bekam die liebevoll "alte Lady" genannte Schanze ihr Zertifikat nur noch als Ausnahmegenehmigung. Der Anlauf war im oberen Bereich zu schmal und der Aufgang der Sportler parallel Zur Anlaufspur zu gefährlich.
Viele Jahre wurde mit Hochdruck nach einer Lösung zur Finanzierung des notwendigen Umbaus gesucht. Dabei wurde festgestellt, dass ein Ersatzneubau kostengünstiger werden würde als ein Umbau. Das Profil und der Charakter der Schanze sollten erhalten werden. Nur dank des engagierten Einsatzes von Landkreis, Stadt und Wintersportverein konnten 2 Millionen Euro aus Stiftungszinsen organisiert werden.
Am 28. Juni 2025 versammelten sich etwa 3.000 Schaulustige an der Inselbergschanze, um live zu sehen wie der alte Anlaufturm mit einem technisch neuen Verfahren zu Fall gebracht werden sollte. Doch die Stahlstützen des alten Turmes waren entgegen aller Zeichnungen stärker als gedacht, sodass der Anlaufturm erst im zweiten Versuch am 04. Juli 2025 zum Einsturz gebracht wurde.
Im Anschluss begannen umgehend die Arbeiten für den Neubau: Baustelle beräumen, Fundamente gießen, Stahlarbeiten. Im Sommer 2026 konnte die neue Schanze in Stahlleichtbauweise fertiggestellt werden.












